
FREIBURGER GRENADIERKONTINGENT Offizielle Ehrengarde der obersten Behörde vom Staat und Kanton FreiburgGeschichte Als Napoleon I. 1803 seine Armee abzog, reorganisierte auch der Kanton Freiburg sein Militärwesen. So entstand 1804 das Freikorps und wurde, mit der noch heute von den Grenadieren getragenen blauen Uniform, ausgerüstet. Die freiburgischen Truppen nahmen aktiv am eidgenössischen Neutralitätsschutz anfangs des XIX. Jahrhunderts teil. Höhepunkt bildete 1814 die Besetzung Genfs durch Freiburger- und Solothurnertruppen als Vorsichtsmassnahmen vor französischen Übergriffen gegen diese Stadt. Diese Besetzung bewirkte nicht zuletzt den Anschluss Genfs an die Eidgenossenschaft. Im August 1831 und im August 1832 wurde das Kontingent als eidgenössische Ordnungstruppe nach Basel beordert, um die Lage zwischen der Stadt und der Landschaft zu beruhigen. Weitere eidgenössische Einsätze folgten beispielsweise ebenso 1831 im Kanton Neuenburg, 1838 die Mobilisation wegen der ‘Affaire Louis-Napoléon’ und 1839 im Kanton Wallis. 
Als der Kanton Genf 1914 die 100-jährige Zugehörigkeit zur Eidgenossenschaft feierte, erbaten dessen Behörden, den Kanton Freiburg ein Detachement Soldaten in der alten, blauen Uniform von 1814 zu rekonstituieren. Begeistert von den Festivitäten in Genf entschieden sich einige Teilnehmer dieser historischen Delegation 1919 zur Rekonstitution des Freiburger Kontingentes in einen Verein mit dem Ziel: die Erhaltung der militärischen Traditionen des Landes Freiburg. Die Mitgliederzahl wurde auf 80 Mann beschränkt, dies zum Gedächtnis der 80 Freiburger Grenadiere, die am 10. August 1792 anlässlich der Französischen Revolution bei der Verteidigung der Tuilerien fielen. Mit dem Beschluss vom 2. Oktober 1964 ernannte der Staatsrat "des Kantons Freiburg das Freiburger Grenadierkontingent" Offizielle Ehrengarde der obersten Behörden des Kantons. Die Grenadiere sind mit den Feuerstein-Vorderladern des Modells 1774/8, Bajonett und Säbel aus den Museumsbeständen ausgerüstet. Sie schiessen Ehrensalven nach dem freiburgischen Militärreglement von 1790. Sie sind stolz ihrem Lande, ihrem Kanton und ihrer Stadt, mit der ehrwürdigen Devise der Schweizer Regimenter « Treue und Ehre » zu dienen. In diesem Sinne nehmen sie an historischen und militärischen Veranstaltungen im In- und Ausland teil, so im Jahre 2000 als Ehrengarde des Bundespräsidenten bei der Eröffnungszeremonie der internationalen NATO-Partnerschaft für die Frieden-Stabsübung CDE 2000 in Luzern |