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FREIBURGER GRENADIERKONTINGENT

Offizielle Ehrengarde der obersten Behörde vom Staat und Kanton Freiburg

Willkommen

Oberst Kommandant Dessibourg

Geschichte

 


Im Jahre 1799 besetzten die Truppen der französischen Revolution die Schweiz. Als Napoleon 1803 seine Armee abzog, reorganisierte auch der Kanton Freiburg sein Militärwesen. So entstand 1804 das Freikorps und wurde mit der noch heute von den Grenadieren getragenen blau-roten Uniform ausgerüstet. Die freiburgischen Truppen nahmen aktiv am eidgenössischen Neutralitätsschutz in den Jahren 1805,1809, 1813 und 1815 teil. Höhepunkt bildete 1814 die Besetzung Genfs durch Freiburger- und Solothurnertruppen als Vorsichtsmassnahmen vor französischen Übergriffen gegen diese Stadt. Die Tagsatzung hatte dies diesen Truppen anvertraut, da man gut ausgebildete Soldaten und Offiziere benötigte. Diese Besetzung bewirkte nicht zuletzt den Anschluss Genfs an die Eidgenossenschaft.


Im Jahre 1830 in Freiburg, im August 1831 in Basel, im Jahre 1839 in Neuenburg und Wallis wurde das Kontingent als eidgenössische Ordnungstruppe aufgeboten, um die Lage in diesen verschiedenen Orten zu beruhigen. Im Jahre 1844 wurden die Grenadiere in die eidgenössischen Truppen integriert.


Als der Kanton Genf 1914 die 100-jährige Zugehörigkeit zur Eidgenossenschaft feierte, erbaten dessen Behörden, den Kanton Freiburg ein Sondertrupp in der alten, blauen Uniform von 1814 neu zu konstituieren. Begeistert von den Feierlichkeiten in Genf, entschieden sich einige Teilnehmer dieser historischen Delegation im Jahre 1919 zur Rekonstitution des Freiburger Kontingentes in einen Verein mit dem Ziel, die Erhaltung der militärischen Traditionen des Landes Freiburg zu garantieren. Die Mitgliederzahl der aktiven Grenadiere wurde auf 80 Mann beschränkt, dies als Erinnerung der 80 Freiburger Grenadiere, die am 10. August 1792 anlässlich der Französischen Revolution bei der Verteidigung der Tuilerien gefallen waren. Der französische Dichter Lamartine schrieb damals dazu: „ Diese Männer kennen als Geist nur die Disziplin, als Denkweise nur die Ehre“.





Das Kontingent setzt sich wie folgt zusammen:


Ein Kommandant (Oberst) mit seinem Stab (ein Vizekommandant (Oberstleutnant), ein Militärgeistlicher (Hauptmann), en Adjutant (Leutnant), Chef der Kanzlei und des Protokolls, ein Quartiermeister (Leutnant), ein Fähnrich(Leutnant), ein Adjutant Unteroffizier, ein Feldwebel und ein Fourier,

6 Sappeure, die Clique mit 16 Pfeifern und Tambouren, von dem Tambourmajor geführt und 3 Züge (Sektionen), aus 16 Grenadieren bestehend.

Die Grenadiere sind mit den Feuerstein-Vorderladern des Modells 1774/8, Bajonett und Säbel aus den Museumsbeständen ausgerüstet. Sie schiessen Ehrensalven nach dem freiburgischen Militärreglement von 1790. Sie nehmen an historischen und militärischen Feierlichkeiten in der Schweiz und im Ausland teil, namentlich die wichtigsten Kampagnen wie zum Beispiel in Paris, München, Rom, Calais, Troyes, Freiburg im Breisgau, Dijon, Valence, Marengo, Argentinien, Korsika, Monaco, Moskau und Uruguay.


Heute noch folgt das Kontingent einer strengen Organisation. Für jede Kampagne wird das Militärkorps mit einem schriftlichen Marschbefehl aufgeboten und die Feierlichkeiten beginnen einerseits immer mit dem Fahnenaufmarsch – Zeichen, dass die Grenadiere offiziell unter Militärordnung stehen – und enden anderseits mit der Fahnenabgabe. Im ersten Trimester von jedem Jahr findet die feierliche Zeremonie der Waffenübernahme, die den Anfang der Feierlichkeiten, zu denen das Kontingent aufgefordert oder eingeladen ist, statt. In regelmässigen Zeitabständen werden die Luftkessel (neue aktive Mitglieder) zum „Grenadier“ ernannt und zwar anlässlich des Rituals „Fahneneid“, indem sie:


« Treue und Ehre »

schwören.



Mit dem Erlass 129.3.31 vom 2. Oktober 1964 ernannte der Staatsrat des Kantons Freiburg  „Das Kontingent der Freiburger Grenadiere“  offizielle Ehrengarde der obersten Behörden des Kantons.